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Geräteträger Maulwurf

Der Maulwurf war eine der fortschrittlichsten und technisch interessantesten Schlepperkonstruktionen der DDR. Er wurde schon 1949, also noch vor dem Lanz-Alldog und der Ruhrstahl-Landmaschine, auf verschiedenen Messen der DDR vorgestellt. Diese Maschine erregte damals sowohl in Ost- als in Westdeutschland beachtliches Aufsehen. Die lenkbare Vorderachse war pendelnd aufgehängt und die Spur war verstellbar. Der Maulwurf war die erste universell einsetzbare Einmann-Maschine mit Zwischenachs-Anbaugeräten, die an dem Kastenträger befestigt werden konnten. Der Motor war über der Vorderachse angeordnet. Die Kraftübertragung erfolgte vom vorn angebrachten Motor über eine im Kastenträger liegende Kardanwelle zum Getriebe, daß am hinteren Teil des Schleppers angebracht war.

Geräteträger Maulwurf

Technische Daten
Hersteller:
Ing. Egon Scheuch, Erfurt
Baujahr:
1948/49
Motor:
1-Zylinder-2-Takt-Benzinmotor mit 8,75 PS Leistung bei einer Drehzahl von 2800 bis 3000 U/min und einem Hubraum von 462 ccm, Fabrikat DKW
Getriebe:
Mehrgang-Schaltgetriebe
Maße:
Länge 280 cm; Breite 175 cm; Gewicht 570 kg

Text und Foto: Institut für Verarbeitungsmaschinen, Landmaschinen und Verarbeitungstechnik der TU Dresden

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