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Die Nordenglischen Wühlkolonien

Ein Bericht mit Bildern

von Chris Tapster

Wir befinden uns in der ehemaligen Kurstadt Harrogate in Nordostengland, wo es viele Maulwürfe gibt. Hier haben die kleinen schwarzen Gesellen zwei Wühlkolonien gegründet, wo sie ganz friedlich miteinander wohnen und arbeiten. Die eine Siedlung ist bei mir im Haus und die wollen wir zuerst besuchen. Komm, gehen wir rein...

© Chris Tapster 2001

Ja, da begrüsst uns die ganze Meute aus ihrem Wohnkorb. Wie man sieht, sind sie in allen erdenklichen Formen und Farben zugegen: egal ob groß oder klein, schwarz oder grau, Maulwürfe oder Maulwürfinnen - sie wohnen hier alle friedlich beisammen. Der Korb sieht vielleicht etwas eng aus für so viele Maulis, aber unten haben sie einen großen Wohnraum, eine Küche, Schlafzimmer und natürlich auch Platz für die Werkzeuge und Geräte, die zum Wühlen erforderlich sind.

Es ist ganz früh am Morgen und da findet gerade die tägliche Wühlkonferenz statt. Rechts im Bild sitzt der Maulwurf Oskar, auch als "Opa" bekannt. Er ist der älteste Maulwurf und auch Vorsitzender. Wie alt er ist, weiß keiner so genau, aber jetzt ist er ganz grau und hat vom vielen Wühlen eine ziemlich flache Schnute. Er erzählt gerne von seinem früheren Leben und beginnt immer mit "Das waren Zeiten, als ich noch jung und schwarz war...". Sein Urgroßvater war der berühmte Maulwurfritter Maximilian von un zu Oberwühlhausen, der damals für die Wühlrechte aller Maulwürfe kämpfte. Aber das ist eine andere Geschichte.

Opa liest im "Großen Wühlkalendar" nach, was an diesem Tag im Garten zu machen ist.

© Chris Tapster 2001

Jetzt wollen wir Opa begleiten, wenn er seine Runde im Garten macht. Wegen seines Alters ist er ziemlich kälteempfindlich und daher hat er heute seinen Mantel mit Pelzkragen angezogen.
Hier spricht er mit zwei großen Maulis, die mit ihrem kräftigen Körperbau und ihren großen Krallen sehr gut durch den schweren Lehmboden kommen.

© Chris Tapster 2001

Und hier sind zwei andere, die gerade eine kleine Arbeitspause machen. Der eine hat einen Eimer dabei, um Pilze und Kräuter für das Abendessen zu sammeln.

© Chris Tapster 2001

Um ein Uhr gibt es Mittagessen. Große Töpfe mit Suppe werden mit dem Leiterwagen zum Wühlgebiet gebracht. Links sehen wir das kleine Schweinchen, das bei den Maulis wohnt. Es hat auch seine Schaufel mit und bringt gerade seinen kleinen Garten in Ordnung.

© Chris Tapster 2001

Es war sehr naß in der letzten Zeit und die unterirdischen Stollen und Gänge wurden total unpassierbar. Deswegen wurde eine kleine Dampfmaschine besorgt, um Pumpen unter Tage anzutreiben. Der Maulimechaniker kontrolliert gerade, ob alles in Ordnung ist, bevor er den Kessel heizt und das Gerät zum Einsatz bringt.

© Chris Tapster 2001

Hier ist die Schmiede, wo Reparaturarbeiten durchgeführt werden. Zwei Maulis sind mit ihren Spaten gekommen und Opa ist im Moment auch da. Der Schmied ist der Maulwurf Merkel aus Münster, der seinen großen Hammer in die Pfoten nimmt. Wie man sieht, ist er mit seiner langen Schnute und dem Schnurrbart sehr elegant.

© Chris Tapster 2001

Der Arbeitstag ist zu Ende und das Abendessen kommt gleich. Es duftet nämlich vielversprechend aus der Küche, aber die Maulis haben noch ein paar Minuten Zeit, um im Fernsehen die Nachrichten und die Wettervorhersage für morgen anzusehen. Es sieht aus, als komme gerade ein Bericht aus dem Untergrund. Links sitzt das Schnabelvöglein, das auch, wie Schweinchen, bei den Maulis wohnt.

© Chris Tapster 2001

Weil die Küche so klein und eng ist, kommt man nur als Maulwurf rein. Das heißt in anderen Worten: es ist nicht möglich, die Maulis beim Essen zu fotografieren (was außerdem auch etwas unhöflich wäre). Laßt uns stattdessen die zweite Wühlkolonie besuchen...

Hier gibt es zwei Wohnkörbe und auch einen schönen großen Wagen, der dem Betrieb "Grabowski Gartendienst" gehört, denn einer von den Maulis hier heißt tatsächlich Grabowski.

© Chris Tapster 2001

© Chris Tapster 2001

© Chris Tapster 2001

© Chris Tapster 2001

Und damit beenden wir für heute unseren Besuch bei den Maulwürfen der nordenglischen Wühlkolonien.

Alle Rechte vorbehalten © Chris Tapster 2001

bitte lachen Sie jetzt!!!!

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